Sprachbarrieren sind überbewertet ...

... spätestens dann, wenn man versucht, sich mit dem polnischen Putzmann hier zu unterhalten, der, wenn es hoch komt, 5 deutsche Worte kennt. Mit 2 Händen, Füßen und einem Stock, mit dem man sich aufmalt, was man sagen will, geht das in der Regel alles. Heute wäre man wohl krank, klagte man und ich bedachte ihn in meiner Raucherpause mit einem Tee.
Nach ca. 3 Minuten versagte die Hand/Fuß- Kommunikation kläglich, wie soll ich dem guten Mann denn bitte die Inhaltsstoffe gestikulieren?
Der Versuch, die Ingredienzien von der Teepackung ablesen zu lassen scheitern am rein italienischen Aufdruck.
Versuch Nummer 2: Ich stehe mit Teepackung und Laptop im Innenhof und wir schleifen das ganze durch Googletranslate. Italienisch-> Polnisch taugt wohl nix, Italienisch->Deutsch-> Polnisch funktioniert wohl und die Wörter, die er nicht kennt, die holt man sich halt visuell aus der Wikipedia.
Im Gegenzug bringt man mir dann jedes entschlüsselte Wort in seiner Landessprache bei.

Fazit: Ich habe wohl den richtigen Tee für sein Leiden erwischt, man schlürft und lächelt glücklich.

Alles eine Frage des Stils ... oder so ...

Ich lernte gerade in meiner Mittagspause, im Baumarkt gibt es Wandfarbe von Jette Joop. Diese wird gekauft von Leuten in T-Shirts von Versace. Auf der Seite des Anbieters findet sich dann auch ein stilgerechtes Auftragsgerät, welches von einer Dame im Catsuit bedient wird. Und ich komme mir plötzlich ganz schlecht angezogen vor, wenn ich am werkeln bin.

Straße tapezieren ...

... geht viel einfacher, wenn man den Keller nach lifehackbaren Materialien umgräbt. Es stellte sich heraus, das eine klapprige schwedische Karre kombiniert mit einer Rolle Packband wunderbare Voraussetzungen mitbringt, mit mir auf Plakatiertour gehen zu dürfen.

Subversives Leimwägelschen

Ich habe es "mein subversives Leimwägelschen" getauft.

Musikalische Früherziehung ... direkt auf der Strasse

Auf dem wohl trostlosesten Platz in Moabit, dem Mathilde-Jacob-Platz, steht ein Piano.

"Spielt ihr?" rufen uns ein paar Kinder zu, als wir uns dem nähern.
"Klar!" ... und innerhalb weniger Sekunden sind wir von 20 Kindern umringt, wo ich mich noch immer frage, woher die plötzlich kamen.

3 Töne Gnadenfrist gaben sie uns, dann setzte die kindliche Neugier ein... man wollte auch mal!
Trotz allen Drängeln und Geschubbse fand fast jeder eine Taste, auf die man rumhämmern konnte und wer keine fand, der entdeckte meine Kamera. Da wollte man dann auch mal, fand es allerdings sehr komisch, das die weder blitze, noch ein buntes Display in Fernsehgröße hatte. Und überhaupt klickt die nur so komisch, die piepst ja garnicht wie Mamas. Nachdem dann jeder seinen besten Freund/Freundin fotografieren durfte, oder besser gesagt deren Arm, Hinterkopf oder Windschatten, belagerte man dann doch wieder das Piano, lernte "Alle meine Entchen", wozu die kleineren dann lauthals sangen, fragte nach "dem Buch", das sich nach hartnäckigen Nachfragen als ein Notenheft rausstellte und forderte einen Stuhl. Mit nichts davon konnte ich dienen, also improvisierte man einfach weiter im stehen. *BAAM* *BAAAM* *pling* *pling*

Blick aus dem Fenster

Irgendwie ist die Anzahl der Menschen, welche die Mülltonnen hier vor meinem Fenster plündern, in der letzten Zeit sprunghaft angestiegen.
Ist die Ecke hier nun noch verarmter oder reicher, und somit der Müll attraktiver geworden? Hmmm...

Nein, dies ist kein Kunstprojekt....

Presse1

presse2

...sondern der erste Tag auf Berlins Speakers Corner.

Einen Zoo für Arme

...gibt es am Gartenufer im Berliner Tiergarten.

Genauer gesagt ist es ja eigentlich die Rückseite des großen Zoos, aber wesentlich entspannender. Und kostenlos. :o)

Morgens halb 11 in Berlin

heiss

Ich mags nur mal dokumentiert haben.

7 Seiten ham wa: [1] 2 3 4 5 ...Janz weit hinten »
Morology - the study of foolish and nonsensical talking