Mind the Gap! Oder: London hassen lernen in 7 Tagen.

Man entschied, ich werde ein paar Tage in London verbringen. Öhm ... OK?
Dem Anschein nach habe ich es wohl überlebt, demach kann ich meinen hart erkämpften analogen Notizblock für 1,75 Pfund aus dem Greenwich- Postshop digitalisieren. Zuweilen kann dieser Bericht ein wenig zeitlich und kontextsensitiv durcheinander sein, ... aber das bin ich auch. Here we go ....

Tach 1 /Breitengrad 0,0/eine Stunde in der Vergangenheit

Flughafen Schönefeld: Beim Check In fragt man mich nicht nach einem Ausweis, sondern drückt mir direkt die Bordkarte in die Hand. Das fand ich ein wenig strange, allerdings ahnte ich da noch nicht, das man mich im folgenden alle 100 Meter nach eben diesen fragen würde.
So auch direkt als erstes in London, gerade erst die Rolltreppe runtergestolpert.

Ich witzele noch über die ersten Kameras, völlig blauäugig, was mich erwarten wird ... ziehe die Augenbraue hoch bei meinem ersten Plakat, was ich in London entdecke, nämlich ein Bild eines verunfallten Kind, welches mit allerlei Schläuchen gespickt ist, auf dem es "Don´t run!" prangt, während ich eine Treppe runtergehe, in der geloopt jede Menge Ermahnungen aus dem Lautsprecher auf mich niederprasseln. WTF?

...1984 live, stört wohl niemanden hier, gugge aus dem Subways auf einen Hinterhof ... in eine riesige Kamera! Über Lautsprecher Ermahnungen (Mind this & that & überhaupt!) und wenn kein Lautsprecher ermahnt, tut es ein Schild. Aber das ist ja alles nur zu meiner Sicherheit und ich fühle mich bedrohter, als jemals zuvor. Werde paranoid in diesem Land. Im Supermarkt gibt es Koffeeintabletten und Nikotinkaugummis, direkt neben den Windeln und Spermiziden. Ibuprofen & Paracetamol gibts auch, Diazepam/Tramal hat man wohl nicht da, aber ich muss das morgen mal in einer Apotheke debuggen, was der freie Markt so her gibt.Vor 17:30 allerdings, denn danach stirbt die Stadt, bin grad in Greenwich, aus.

Hotel-> Kindersicher: Ich kanns Fenster nicht richtig aufmachen! Versuche, Begleitung zu überzeugen, in der Lobby nach "Knife" (fürs Frühstück!) & "unlock the window" nachzufragen. Mag man nicht, verstehe ich nicht. Fühle mich völlig bevormundet in diesem Land.

Man macht sich gerade Gedanken um den Rückflug: "Gilt nun eigentlich Lokalzeit oder unsere?!" und sucht panisch nach dem Papieren. (23:04/Tag1). Ich kenn nur Irre... Man macht mich darauf aufmerksam, das ich liveblocke. (Papier/Bleistift)

In Greenwichs Dönerbutze zähle ich 5 (!) Kameras auf einem (!!!) Quadratmeter. Insgesamt sind es 9, der Laden ist, wenns hoch kommt, 30 qm groß.
Im Übrigen sollte man auf sein Gepäck aufpassen, sagt der Lautsprecher, es würde sonst gesprengt.

-12h unter Beobachtung-
Phantasiere von Papptüten mit Augenschlitzen und ärgere mich, die falschen Tshirts eingesteckt zu haben. Ich vertraue dem Rauchmelder auch nicht mehr, ein Rauchmelder zu sein. Sehe mich in jedem Raum um und suche nach Kameras. Und dabei komme ich aus der DDR!

So!! Fenster gehaxxort! Das System von Innen geownert!
"Jetzt ist UK in seinen Grundfesten erschüttert und die Anarchie wird über England einfallen" merkt man an.

...Missi hört Stimmen. Paranoia?
... Missi denkt, SIE kommen ans Fenster. (summend!) (Stellte sich als Laterne raus vor dem Fenster)
... und der Fön ist ein Richtmikrofon...
... und der Feuermelder eine Kamera...
... und der Luftabzug im Bad ein Türspion ...

(Dit is ne Kamera! (Aus der Begleitung im übrigen Musik hört, bis man feststellte, das es wohl der eigene MP3- Player in der Tasche ist, was man da hört.)))

... Auf dem Auto stand "Crimestop". Denke an Orwell....

Nun hat man Angst, durch meinen (Fenster)Hack kommen Mücken und werden uns alle auffressen. Man will das Licht ausmachen, aber ich glaube, man mag nur nicht beobachtet werden. Wenn ich nicht laut mitlesen würde, was ich schreibe, würde man nichts von Infrarotkameras wissen. Oder was soll das Geblinke über dem Bett sonst sein? Man fühlt meine Stirn. Bekommt man von Paranoia Fieber?

Ich brauche Alufolie! Man liest meine Gedanken aus hier. Ich fühle mich schon ganz müde und ausgelaugt. Man will morgen in der Apotheke nach Antipsychotika schauen. Sicher für sich selbst, nachdem man halb Google ausdruckte, weil man ja Panik hatte, man würde den Weg zum Hotel nicht finden. Oh! Und den Weg zurück hat man natürlich auch gegooglemapt, ich würde es ihm noch einmal danken, wirft man ein, aber ich hätte ja einfach ganz pragmatisch den Hinwegsplan rückwärts gelesen. Nun diskutiert man mit mir, dass das auf dem Rückweg ja ganz andere Zuglinien wären!

(...) Man holt mich aufgeregt ins Bad und deutet auf den "Lautsprecher" an der Decke. Da läuft wohl nun der Fernsehton. Geschickte Tarnung!
Teste den Telefonhörer: Sehr komischer Freiton. Klingt nicht echt!
Man flüchtet vor mir und möchte nicht vom Telefon berührt werden, nachdem ich von Krankheiten phantasierte. "Und leg den ja nicht auf das Bett!" ... Nur Irre um mich rum....

Day II / T -48 / obscurity through security

3 Straßen weiter von den Hauptstrasse fängt die Realität an. (Missi pennt.)
Entdecke Supermarkt, der nur aus Tiefkühltruhen besteht. Im Nachhinein macht das Sinn, der nannte sich Iceland.Kehre ins Hotel zurück -> Missi pennt. Ich wusele und lärme subtil im Zimmer, bis sie wach wird .... (Das stimmt nicht! Nur, als du nach 1 1/2 h nicht aus den Hufen kamst, habe ich die Vorhänge aufgezogen!)

Shoppingtag in Camden
Ziel: Replacement für 10 Jahre alte NewRocks
Endresultat: Von Berlin nach London geflogen, um Einzelanfertigung in Spanien zu ordern, welche man mir nach Berlin schickt.

Ausreichend Läden entdeckt, um Amazon- Wunschliste abzuarbeiten.
Während ich im Cyberdog noch völlig unschuldig die Nerdecke debugge, hat Begleitung bereits die Fetishecke entdeckt.

Sympatisch in diesem Land: Ich bin völlig normal und unauffällig, alle sehen hier so aus wie ich. Camdens Märkte sind eine skurrile Mischung aus einem riesigen XtraX&FuckFashion. Mag meine Kreditkartenabrechnung nicht sehen.
Man lacht über meine Pinguinduschhaube? Wieso denn das?

Im Burgerladen Schreie aus der Küche. Auf der Karte stand etwas von geheimer Zutat. *grusel*
(Buffallo! Yes! Really Buffallo!)

Man bemerkt heute, es wäre ja gar keine Kameras hier und dort. Womit erklärt wäre, wie die hier damit leben können: Man gewöhnt sich dran. Ich sehe sie dafür um so besser. :p Ich wäre ja auch paranoid und man selber nicht, merkt man nach dem lesen des letzten Satzes an. Ich bin nur aufmerksam!

9/11 (doch nicht, war wohl 9/10)
Während man heute in Deutschland auf die Straße geht und gegen Überwachung protestiert, werde ich mich dem großen Bruder in die Hand geben und mich in FreezeFrame- Manier tracken lassen. Alles zu meiner Sicherheit!

Ein komplett schweigender Bahnhof. Echt jetzt, gespentische Stille. Die einzige, die hier redet, bin ich, als ich Begleitung darauf aufmerksam mache. Schweigende Menschen steigen aus, fahren Rolltreppe. Alles ruhig. Ich staune und finde es ganz großartig.

Schreib auf:
... Für ein paranoides Land, welches flächendeckend überwacht wird, akzeptiert man erstaunlich wenig Fotos von Läden. ...
... und das ich (Tourist!) aus Westminster floh, weil mir die Touristen auf den Sack gingen!
... ausserdem pflanzt man in diesem Hotel für jedes 5. Handtuch, was man nicht in die Wäsche gibt, einen Baum, wechselt aber jeden Tag die angebrochene Seife. Und das Handtuch auch. Ohnehin.

Begleitung war ganz enttäuscht, als man feststellte, das der Picadelly Circus genau das ist, was der Name sagt: Ein Kreisverkehr.
Am Trafalgar Square gibt es Nazis. Da stand ein armer Irrer und lamentierte stundenlang, wie sehr ihm doch der Herr Hitler fehlen würde. Schien sich allerdings niemand gestört zu haben an ihm. Das Parlament (?) ist umrahmt von Hakenkreuzen. Sehr subtil natürlich.

(Fernseher im Hintergrund: "Haben die gerade gesagt, Big Brother is sponsored by freedom?" "Freederm!")
Ich habe ja schon mitbekommen, dass, wenn man Englisch kann, keineswegs in England versteht oder verstanden wird. Man meint, man versteht nicht, weil ich irgendwas rumnuschel.
"Ist dir schon aufgefallen, das du der einzige bist, der die Leute vollquatscht und ich hier mit niemanden ein Wort wechsele?"
"Klar?! Du hast doch mit dem im Schuhladen geredet?"
"Du meinst den, der nebenher telefonierte, als ich "five" zwischenwarf und ihm den Schuh hinhielt?"
Five/ya/bye darf man nuscheln, ich muss ja hier auch garnicht mehr reden als in Deutschland, immerhin bin ich im "Urlaub"!

Aus dem Sichtfeld der Kameras und und vor dem Fernseher: Bildungsfernsehern -> "Was passiert, wenn man sich nicht an die Regeln hält!"
Ich lerne: Fahren ohne Führerschein/Versicherung = 6 Punkte + 100 Pfund. Das scheint mir recht günstig, zahlt man doch 500 Pfund, wenn dir dein Hund auf die Straße macht. Dafür gibt es hier eigene Mülleimer. "Dogwaste only!"

Hier trägt sogar der letzte Dorfhonk Londsdale, mag ich angemerkt haben. (Im Hintergrund werden von Begleitung Parallelen gezogen.)
Um so länger ich hier fernsehe, insbesondere die Nachrichten, um so besser erkenne ich den Nutzen der Überwachung. Sie haben völlig Recht, die Welt ist ohne viel zu gefährlich und was man damit alles aufdecken kann! Wahnsinn!
"Meinst du, die berichten hier in den Nachrichten auch von der Demo?" frage ich und in diesem Augenblick flackert die nächste BigBrother- Werbung über den Screen. Frage wohl geklärt.

Bemerkt: Baustellengerüste auf den Gehwegen sind gepolstert. Begleitung wagt den Selbstversuch: Bringt wohl nicht ganz so viel.

9/11 (diesmal wirklich)
Stehen vor dem Haus von Orwell. Keine Kameras hier??!!!
Werde elendig in diesem Land verhungern, selbst Reiseführer empfehlen ausländische Menues.

Portobello Road - Markt: Erstaunlich ruhig für diese Menschenmassen. Für diese Stille mag ich die Engländer mittlerweile.

Stelle fest, heute erst 9/11, somit gestriger Post nahezu obsolet.
Bestellen Huhn im Restaurant und bekommen Burger. Gezipptes Huhn ...

Vor derm Fenster formieren sich Staffeln von Polizei + Krankenwagen. Man fragt mich, was passiert wäre, als ich mit meiner Kamera da
neben postiere. Ich kann es der Dame leider nicht sagen, man verlässt kopfschüttelnd resigniert "Greenwich, Greenwich" stoßseufzend das Feld."

Begleitung scheitert beim Debugversuch, warum sich die Frauenwelt in "Unterwäsche" und Highheels vor "das ist doch nur ein siffiges Pub??" anstellt und auf Einlass wartet. Ausserdem verspricht man mir, sich nie wieder über Berlins U- Bahnnetz aufzuregen.

Der "Tatort" vorhin lag btw. genau unter dem riesigen Subwayshinterhofkameraauge vom Tag 1. Ich schlucke meinen Sarkasmus runter.

"Na aber nur deshalb war man doch so schnell da! Er brüllte und 5 Minuten später war man schon da, so schnell konnten wir unsere Burger garnicht runterschlucken! Stell dir das jetzut mal ohne Kamera vor!" (Wir hörten einen Schrei, als wir auf Nahrungssuche waren, soll ich dazuschreiben.)

(...) Laufe seit einer Stunde durch Greenwich und suche ein offenes Wlan. Als ichs finde, google ich nach einem brauchbaren Futterladen. Finde nur die 2, die ich eh schon kenne und verbringe die nächste halbe Stunde damit, meinen Spam zu löschen, der sich die Tage ansammelte.

Stelle fest, dass man als Rollstuhlfahrer echt günstig unterwegs ist in dieser Stadt und rechne hoch, in wie weit es sich rentiert, wenn man am ersten Tag einen Rollstuhl kauft bei den Eintrittspreisen.
Man merkt an, das diese Stadt nicht sonderlich barrierefrei ist, aber wer little britain kennt, weiß ja, wie man sich behelfen kann. :p

12.09
Carglas heißt hier Autoglas und im Fernsehen werden hier nicht um Spenden für arme Kinder sondern für Esel gebeten. Kein Scherz!

-> Greenwich Observatory
Springe auf dem Nullmeridian rum und beobachte fasziniert die Schlange, die sich bildet, um einmal auf diesem zu stehen. Sehe Pluto, als ich durch das Teleskop blicke.

(..) Entdecke Tunnel durch die Themse nach Island Garden. Macht keinen besonders beruhigenden Eindruck auf mich und ein Ende nimmt der auch nicht. Doch! Da hinten! Am Lift! Fahren nach oben und stehen im Nirgendwo. DLR out of Service. Ein hektisches "Carry on! Carry on!" lotst uns in den Schienenersatzverkehr und läd uns ins Canary Wharf aus. Wieder im Nirgendwo, lediglich hohe Bürogebäude und Einkaufszentren.
Weiter zum O.X.O- Tower, wo auch irgendwo das Themsenfestival heute abend stattfinden soll. Finden den angepeilten "Suck UK.". Flagshipstore... So groß wie mein Hotelzimmer. Jedes NanuNana ist größer!

...lost in Festival... Stauende Menschenmassen und auf den Bänken stehende Ordner, welche laut rufend versuchen, die Menschenmassen zu splitten. Für den Andrang klappt das erstaunlich gut.. Lande auf einem "Fairytalescircus" und fühle mich wie Alice im Wunderland. Das mit dem Traumverkaufen hat man drauf in diesem Land. Selbst die Bäume in den Parks sehen aus, als hätte sie Tim Burton persönlich designed.

...Karneval in London: Stelle fest, das selbst der letzte Zug am Endpunkt noch immer gute Laune hat. In Berlin schlurft man ja doch meist recht unmotiviert nach.

... Märkte sind spannend, der Plan, 365 Nerdshirts im Schrank zu haben, könnte hier an einem Wochenende umsetzbar sein.

Themsenfeuerwerk. Stehen Riverside@OxO: "Hier irgendwo müsste das dann ja sein." merk ich an während sich der Säugling der Dame vor mir an mir zu schaffen macht.
*RUMMS*
Ja, hier irgendwo ... Direkt vor mir. Links und Rechts schreit man auf, man hatte es wohl auch nicht ganz so dicht erwartet. Aber hübsch wars.

Nach einer kleineren Irrfahrt kamen wir dann doch noch, Zwischenstop London Bridge auf Nahrungssuche, in Greenwich an, suchten weiter nach Essbarem und verstanden die Anspielung "little Britain." In diesem Land kann man nämlich am Sonntag nachmittag Schuhe kaufen, aber nachts kein Essen. 3 Alternativen: Steak für 23 Pfund aus der Bar, wo der Türsteher vorsteht, der gegenüberliegende Doner/Fish+Chips/Sausagespizza- Laden oder 15 pfund Microwellenreis mit Curryhuhn im Hotel. Wir enden bei Plastenudeln, die ich gestern in einem Anflug von "Könnte noch nützlich sein" shoppte.

Auffallend: Tagsüber bekommt man an jeder Ecke Sandwiches, Abends Burger. Was man nicht tragen kann, wird wohl nicht gegessen in diesem Land. Werde ein Kilo Kartoffeln essen, wenn ich nach Hause komme. Einfach nur gekocht, so rein ohne Öl, Panade, wasauchimmer.

13.09

Missi entdeckt die Diskrepanz zwischen Fairtrade, veggie-ready, Fertigprodukten und Rolltreppen, die man zum Stromsparen ausschaltet und stellt anderseits fest, das Fenster grundsätzlich einfach verglast sind.

Verbringe den vorletzten Tag im "Nothing to hide" Shirt. 2+2=5!
Ich soll mich selbst zitieren: "Ich hätte nie gedacht, das der Tag kommt, an dem ich Fastfood hasse!"

Oxford Street: Begleitung steuert direkt den nächsten Plattenladen an. *wusch* Weg issa...
Ich gebs auf, nach ihm zu guggen, nachdem ich immer nur eine Haarsträhne vorbeifliegen sehe, begebe mich eine Etage höher zu den DVDs und suchte nach geboxten IT Crowd- Staffeln. Finde den letzten Karton und tappse zufrieden zur Kasse.

...Begeben uns auf Nahrungssuche ... und landen schlussendlich doch wieder nur in einem Subways ... *gnaaaa*
Diese Liebe zu überteuerten belegte Broten werde ich nicht nicht teilen können, sorry England.

Landen bei Urban Outfitters, meine Kreditkarte weint, als ich sie aus der Tasche hole, ernsthaft, das sind echte Tränen, die da aus dem Magnetstreifen quellen!
Kommen am Disneystore vorbei... "Ich könnte den Zwergen was mitbringen" sage ich und stolpere über die "Alice im Wunderland"- Ecke..
Echte Tränen! Ich sags euch!

Kaffeepause im McDo vor dem Hydepark. Habe das Gefühl, in der Designabteilung eines Möbelhauses gestrandet zu sein.

...Stunden später auf der Suche nach einem Abendessen.
Komme fatalerweise an einem Laden mit bekloppten Mützen vorbei, wer mich kennt, weiß, das diese auf meiner Fetischliste auf Platz 2 rangieren. "Tob dich aus" meint man und stellt mich vor dem Regal ab. "Dir steht alles, wenn es nur bekloppt genug aussieht" kommentiert man, als ich nach der Meinung frage, ich weiß noch nicht, wie ich das deuten soll.

Stiefeln am Picadelly in den nächstbesten Italiener. Reicht nun, ich muss was essen, was nicht Burger oder Sandwich ist. Für die Preise könnte man zwar erwarten, das Mario oder Luigi dir dein Essen persönlich an den Tisch bringen und dabei "O sole mio" singen ... aber OK... ich wurde satt... Man wird ja anspruchslos in diesem Land.

Landen anschließend im "Funland". Ich schrumpfe 30 cm. Solche Daddelhallen sah ich das letzte mal vor 15 Jahren. Stellen fest: Damals durften wir nicht, jetzt, wo man darf, will man nicht.

Back to "Grennitsch". Wir sind nun Pleite. Und die Amazon- Wishlist ist abgehakt. Mission Accomplished. (Begleitung: "Vorerst", betont man, als ich anmerke, das Bush nach dem Satz 7 Jahre Krieg führte.)

14/9

bordpass

Berlin hat mich wieder.
xxx

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Da wurde 4 x wat jesacht zu “Mind the Gap! Oder: London hassen lernen in 7 Tagen.” »»

  1. Getippselt von hmw am 19.09.10 um 8:27

    Hallo,

    freut mich, dass Dir die kleine Ausflugsfahrt so gut gefallen hat. Ich vermisse allerdings fish and chips in Deiner Reisebeschreibung. Nur echt aus der Zeitung von gestern. Ich wuerde ja auch gerne mal ins Ausland reisen. Nach Berkeley zum Beispiel. Aus den naheliegenden Gruenden geht das nur nicht. Aber im Schwarzwald ist es ja auch ganz schoen ;) .

    VG
    hmw

  2. Getippselt von matilda am 22.09.10 um 0:01

    ...London is mehr als ok!!...lebe hier schon seit mehr als 5 Jahren....will garnicht mehr weg!!...hier habe ich ein viel besser Leben...als in den vorherigen 40Jahren in Deutschland...

  3. Getippselt von missi am 22.09.10 um 0:28

    Wenn ich dich hier als Einheimischen an der Strippe habe, nutz ich die Gelegenheit: Wie lebt es sich wirklich auf Dauer mit der flächendeckenden Überwachung? Ich fand das extrem befremdlich und gruselig. Stört das nicht, gewöhnt man sich daran, fühlt man sich wirklich sicherer? Oder verschwindet es einfach irgendwo im Hintergrund und wird schlicht zur Normalität?
    Ich für meinen Teil kam mir nach dieser Woche, als ich wieder in Berlin auf dem Bahnhof stand, auf einmal recht nackt vor, im ganzen Bahnhof gab es nur 2 Kameras. Das ist jetzt keineswegs sarkastisch gemeint, sondern erschreckende Realität.

    Eines musst du mir ausserdem noch verraten: Wie kann man sich London wirklich leisten und was muss man tun, wenn man nicht verhungern mag. Jetzt mal ernsthaft, man kann doch nicht den lieben langen Tag von Sandwiches leben? Insidertip? :)

  4. Getippselt von Stefan Funke am 24.09.10 um 10:41

    Auch wenn du in Deutschen Städten nicht *so* extrem viele Kameras hast, sind es in deutschen Städten aber auch nicht grad wenige. Und nebenbei ist der Kameraüberfluss dort ja kein Geheimnis sondern quasi *die* Einleitung jedes zweiten London Berichts in den Medien. Wenn das ein Problem ist, meide halt das Land.

    Und wieso ernährst du dich da nur von Fastfood? Du kannst dich auch in London zu normalen Preisen gut ernähren. Natürlich findest du in den Touristenecken nur die überteuren Läden und bekannten Fastfood-Ketten, die von den dummen ausländischen Besucherherden leben. In der nächsten Seitenstraße oder im Nachbarviertel etwas entfernt von der nächsten Tourstenattraktion und fernab von deutschen Vorurteilen findest du dann auch das "normale" Leben.

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  1. Getippselt von hmw am 19.09.10 um 8:27

    Hallo,

    freut mich, dass Dir die kleine Ausflugsfahrt so gut gefallen hat. Ich vermisse allerdings fish and chips in Deiner Reisebeschreibung. Nur echt aus der Zeitung von gestern. Ich wuerde ja auch gerne mal ins Ausland reisen. Nach Berkeley zum Beispiel. Aus den naheliegenden Gruenden geht das nur nicht. Aber im Schwarzwald ist es ja auch ganz schoen ;) .

    VG
    hmw

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    1. Getippselt von matilda am 22.09.10 um 0:01

      ...London is mehr als ok!!...lebe hier schon seit mehr als 5 Jahren....will garnicht mehr weg!!...hier habe ich ein viel besser Leben...als in den vorherigen 40Jahren in Deutschland...

    2. Trackbacks/Pingbacks»»

      1. Getippselt von missi am 22.09.10 um 0:28

        Wenn ich dich hier als Einheimischen an der Strippe habe, nutz ich die Gelegenheit: Wie lebt es sich wirklich auf Dauer mit der flächendeckenden Überwachung? Ich fand das extrem befremdlich und gruselig. Stört das nicht, gewöhnt man sich daran, fühlt man sich wirklich sicherer? Oder verschwindet es einfach irgendwo im Hintergrund und wird schlicht zur Normalität?
        Ich für meinen Teil kam mir nach dieser Woche, als ich wieder in Berlin auf dem Bahnhof stand, auf einmal recht nackt vor, im ganzen Bahnhof gab es nur 2 Kameras. Das ist jetzt keineswegs sarkastisch gemeint, sondern erschreckende Realität.

        Eines musst du mir ausserdem noch verraten: Wie kann man sich London wirklich leisten und was muss man tun, wenn man nicht verhungern mag. Jetzt mal ernsthaft, man kann doch nicht den lieben langen Tag von Sandwiches leben? Insidertip? :)

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        1. Getippselt von Stefan Funke am 24.09.10 um 10:41

          Auch wenn du in Deutschen Städten nicht *so* extrem viele Kameras hast, sind es in deutschen Städten aber auch nicht grad wenige. Und nebenbei ist der Kameraüberfluss dort ja kein Geheimnis sondern quasi *die* Einleitung jedes zweiten London Berichts in den Medien. Wenn das ein Problem ist, meide halt das Land.

          Und wieso ernährst du dich da nur von Fastfood? Du kannst dich auch in London zu normalen Preisen gut ernähren. Natürlich findest du in den Touristenecken nur die überteuren Läden und bekannten Fastfood-Ketten, die von den dummen ausländischen Besucherherden leben. In der nächsten Seitenstraße oder im Nachbarviertel etwas entfernt von der nächsten Tourstenattraktion und fernab von deutschen Vorurteilen findest du dann auch das "normale" Leben.


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