Kino !=Mplayer.exe

pans labyrinth

Hybsche Geschichte mit Potential, leider nicht ausgereizt, dafür aber mit sehr feiner Kulisse getröstet worden. Fazit für mich: Ick will ne Fee.

Im übrigen läßt sich auf der Seite der komplette, sehr schöne, Soundtrack anhören.

(Und wenn es möglich gewesen wär, hier in der Weltstadt Berlin nach Filmende noch eine S-Bahn zu bekommen, wären mir 10 Kilometer Fußweg erspart geblieben.)

Eine Filmempfehlung für Zwischendurch

Wer Lynch mag, wird an F. Calvelos CRISALIDA Gefallen finden, ein kleiner, kurzer 15 Min. Indi-Film aus Spanien.
Erinnert mich gerade optisch ziemlich an "The Grandmother".

People disappear everyday. But when you or I could be the missing one, then that everyday fact becomes even more sinister. Like in a power and mystery game, the missing one and the kidnapper build their personalities and destroy each other's one. And so they unleash their own transformation.

...titelts auf der Seite, die Story an sich kommt nicht wirklich ganz rüber, was der Geschichte keinen Abbruch tut, die Bilder sind groß, trotz Low-Budget.
Auf der Seite finden sich dann auch einige Downloadlinks für den Esel, Trailer und Vorabpixel.

Einzige Kritik:
Die "Untertitel" stören imo ein wenig, die hätts nicht gebraucht.

Wer mit Surrealismus nichts anfangen kann, der braucht da garnicht erst zu klicken. :o)

Für euch gehört: Erotic And Sexual Music

Vaginal frictions

Hm. Dezenter Einstieg. Die Grundsatzdebatte, ob Ambientkram zum Ficken passt, will ich hier nicht aufmachen, aber zwei Mängel: zum einen erinnert mich einer dieser komischen verhallten beats entfernt an den Sound bei A Clockwork Orange, als Alex der Kopf in den Metallwasserbottich gesteckt und auf letzteren draufgehauen wird, zum anderen glänzte der Win Mediaplayer durch unglückliche Farb- und Texturwahl bei den Visualisierungseffekten.

Orgasmic ocean

Was mit dem Titel als *zweiter* Track auf ner CD, nun ja. Wer es mag, bei erotischer Aktivität den Eindruck zu haben, ein Regentraufenrohr... wie hieß das Ding noch mal? So ein Blechrohr, das zufällig im Schlafzimmer endet und in welches ca. 100 Meter weiter am anderen Ende eine Frau reinstöhnt. Im Regen. Satz nicht beendet, dumm das. Wer den Eindruck mag, mag auch das Lied da.

Pelvic Rubbings

Missi asoziiert kleine Mädchen, die kein Eis bekommen haben. Ich assoziiere kleine Mädchen, die Eis bekommen haben. Im Freibad, überraschend, auf den Rücken oder irgend sowas.

Vor dem Hören von Remote Ejaculation eine kleine Anmerkung: ich weiss *nicht*, was ich mir unter diesem Titel vorstellen soll.
Nach dem Hören... ich zitiere einfach. "Kommen da Männer überhaupt vor?" "Das war doch ein Mann!" "Das war ein Mann?"

(Missi: Im übrigen war Korrupts Gesicht gerade trenttlich bei diesem Dialog!)

Enigma mit Mickymaus, sagt Missi. Ich schwanke grade noch, ob ich nicht nur zugeben soll, nicht nur Manowar, sondern auch noch ihr Lied "Woman be my slave" zu kennen, es offenbar irgendwann vor undenklichen Zeiten (ich war damals ein völlig anderer Mensch) bereits einmal gehört zu haben und dann auch noch, dass ich mich gelegentlich daran erinnere. Beispielsweise, wenn ich das hier grade höre. Ich sollte es lassen, aber angesichts des "Immer, wenn wir was zusammen machen, wirds was Beklopptes" von vorhin denke ich, kann man auch sowas noch bringen.
Der Song hiess im Übrigen Sexual devotion.

Perverse Zungen, orichinal: Perverted Tongues

Missis erster Kommentar: "Nochmal!"
Das mit dem "perverted" leuchtet noch ansatzweise ein, das mit den Zungen wird nicht wirklich klar.

Missi: Das Geschlabber da hinten dran waren die Zungen!
Korrupt: Nee, das hört sich ganz anders an. *Entrüsteter Blick*
Missi: Ich weiss ja nicht, wie du das in Erinnerung hast.... aber das hört sich alles irgendwie anders an.

Ratloser Blick auf den Schleppi....
Missi: Du bist noch nich zufrieden, ne?
Korrupt: * Nase kraus zieh* Hmm... *koppschüddel*
Missi: Soll ichs nochmal anmachen?
Korrupt: *koppschüddel* (Wie schreibt man *koppschüddel*)
Missi: *koppschüddel* So?
Korrup: Da fehlt ne Klammer oben..... und nen Tee!
Missi: Nehm wa den nächsten?
KorrupTEE: *nickenderweise zustimm*
Missi: *Korrupt die Tastatur in die Hand drück* *zum Rechner spring, um den nächsten Song zu starten*

Wet Dreams

Missi will auch nur eine Augenbraue hochziehen können... und mich erinnert das an "Living in Oblivion", diese Traumsequenz... wenns schräg tönt, dampft und Zwerge rumhüpfen, dann träumt wer.

Clitoris frenzy

Zum Glück kann ich darüber nicht kompetent urteilen. Missi, schreib du mal.
Missi: Warum, fällt dir nix mehr dazu ein? Ich sehe gerade Hexen auf einer SM-Session vor mir.....
Korrupt: Kann ich das nochmal hören? Ich krieg da kein Bild zu.
Ich hab grade ganz ungute Assoziationen, die leicht von dem einen Bild auf der Webseite inspiriert sind, das mit dem nackten Hintern im Tonstudio. Nur kommen da auch noch Mikrofone und mehrere 19"-Effektgeräte drin vor, und jetzt will ich das alles wieder ganz schnell verdrängen.
...kannst du eben den nächsten anmachen?

Inundated vaginas

Ich bin dafür, dass wir erst assoziieren und dann "inundated" bei dict.leo.org nachschlagen.
Argh, sags noch und missi schauts bereits nach und lacht sich halbtot.

...nun ja... ihrem "ich will ja nix sagen, aber das klingt ziemlich trocken" kann ich fast nichts hinzufügen, ausser der Übersetzung: "überschwemmt".

Wish to lick ist namens- und trackreihenfolgentechnisch durchaus pikant gewählt. Die Visualisierung vom Win-Mediaplayer versagt zum ersten mal grandios, was die Farb- und Musterwahl angeht.

Missi: Ich weiss nicht, was ich dazu sagen soll.
Korrupt: Hast du mal Feuer?

(Kaufen?)

Missi unterwegs...

Zufällig kam ich gestern noch zu zwei Konzerten auf dem Sprungbrett in Berlin.
Zum einen waren da "Lady Bloody Mary ", zum anderen "Das Scheit".
Zum ersteren muss ich sagen: Sehr geiler Auftritt vor diesem undankbaren Berliner Publikum.
Sich alleine(!) auf die Bühne zu stellen, ohne die typische Bandbesetzung im Hintergrund... Respekt!
Gefiel mir gut, schaut es euch mal an!

Zu der anderen Band... OJEH!
Klingt böse... aber auf deutsch gesagt: die Show war scheisse!
Der Drummer schien die ganze Zeit etwas verloren zu haben... zumindest kramte er die ganze Zeit neben den Drums. Ausserdem hatte man eher das Gefühl, er langweile sich ziemlich. Dynamikfaktor für die Band = Null.
Die Gitarrist poste wie ein Metalheld. :D Mir schien es stellenweise, er wüsste nicht, wo er stehen sollte... zumindest wuselte er ziemlich unkoordiniert auf der Bühne rum. Aber der Bassist überzeugte. Es machte Spass, ihm zuzusehen/zuzuhören.
Der Sänger verschwand auf einmal von der Bühne, saß hinter der PA und trank ein Bier. :shock:
Derweil legte die Band dann eine ... ich würde es als Proberaumsession bezeichnen... hin.
Klang nicht verkehrt, aber nachdem die Band dann eine kurze Pause einlegte und der Sänger immer noch nicht da war, gingen viele Zuschauer raus.

Der Höhepunkt der Show sollte wohl die Dame am Kreuz sein.
SexSells bekanntlich... aber nicht, wenn es so billig in Szene gesetzt wird.

Ein Vorhang wurde enthüllt, hinter dem sich eine Dame verbarg, die "am Kreuz hing".
Sie hing nicht, war noch nicht mal dort angebunden... nein, sie hielt sich an zwei Bändern selbst fest, welche an diesem Kreuz festgebunden waren.. :???: (Ja, das fiel sogar trotz des spärlichen Outfits den Männern neben mir auf. :D )
Die Band spielte ihren letzten Song im Schatten eben dieser Dame (...die sichtlich Mühe hatte, sie das Lachen zu verkneifen.)
Dieser Song war dann zu Ende, die Damen sprang vom Kreuz in ihre Turnschuhe, die vor diesem standen...
Ich persönlich hätte ja wenigstens den Vorhang wieder vorgezogen... nunja...
Auch der Band war der Abgang scheinbar egal, denn der letzte Ton verklang noch nicht wirklich und sie nahmen ihre Instrumente und gingen einfach... Kein Wort mehr zum Publikum...
Es war eine öffentliche Probe, mehr nicht.

NAQOYQATSI

NAQOYQATSI

Es gab bisher nur einen Film, dessen Bildkomposition mich sprachlos machte.
Das war Leni Riefenstahl's Olympia.

Soeben sah ich NAQOYQATSI...
...Mir fehlen völlig die Worte, dieses Werk ist Perfektionismus pur.
Die perfekte Schönheit der Vergänglichkeit, des Endlichen, der Menschen, der Mächte.

Dieses Werk (es ist ein Werk, kein Film) zeigt auf einzigartige Art und Weise die Ästhetik der Bestie Mensch, die Ästhetik des Zerfalls, des Vergänglichen, des Todes.

Man könnte meinen, man betritt die wahre Matrix.
Dieser Traum ist ehrlich...die Wahrheit einzig und allein unterstrichen von Tönen.
Nichts beindruckte mich jemals tiefer, katapultierte mich durch die Welten, um mich mit einer Frage zurückzulassen:
Warum?

Für Menschen, die versuchen, in jedem David Lynch-Film einen Sinn zu erkennen, wird diese Kompositation wahrscheinlich nichts sein.
Für diejenigen, die allerdings bereit sind, sich Bild und Ton völlig hinzugeben...für die wird es neue Welten öffnen.

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