Missi unterwegs...

Zufällig kam ich gestern noch zu zwei Konzerten auf dem Sprungbrett in Berlin.
Zum einen waren da "Lady Bloody Mary ", zum anderen "Das Scheit".
Zum ersteren muss ich sagen: Sehr geiler Auftritt vor diesem undankbaren Berliner Publikum.
Sich alleine(!) auf die Bühne zu stellen, ohne die typische Bandbesetzung im Hintergrund... Respekt!
Gefiel mir gut, schaut es euch mal an!

Zu der anderen Band... OJEH!
Klingt böse... aber auf deutsch gesagt: die Show war scheisse!
Der Drummer schien die ganze Zeit etwas verloren zu haben... zumindest kramte er die ganze Zeit neben den Drums. Ausserdem hatte man eher das Gefühl, er langweile sich ziemlich. Dynamikfaktor für die Band = Null.
Die Gitarrist poste wie ein Metalheld. :D Mir schien es stellenweise, er wüsste nicht, wo er stehen sollte... zumindest wuselte er ziemlich unkoordiniert auf der Bühne rum. Aber der Bassist überzeugte. Es machte Spass, ihm zuzusehen/zuzuhören.
Der Sänger verschwand auf einmal von der Bühne, saß hinter der PA und trank ein Bier. :shock:
Derweil legte die Band dann eine ... ich würde es als Proberaumsession bezeichnen... hin.
Klang nicht verkehrt, aber nachdem die Band dann eine kurze Pause einlegte und der Sänger immer noch nicht da war, gingen viele Zuschauer raus.

Der Höhepunkt der Show sollte wohl die Dame am Kreuz sein.
SexSells bekanntlich... aber nicht, wenn es so billig in Szene gesetzt wird.

Ein Vorhang wurde enthüllt, hinter dem sich eine Dame verbarg, die "am Kreuz hing".
Sie hing nicht, war noch nicht mal dort angebunden... nein, sie hielt sich an zwei Bändern selbst fest, welche an diesem Kreuz festgebunden waren.. :???: (Ja, das fiel sogar trotz des spärlichen Outfits den Männern neben mir auf. :D )
Die Band spielte ihren letzten Song im Schatten eben dieser Dame (...die sichtlich Mühe hatte, sie das Lachen zu verkneifen.)
Dieser Song war dann zu Ende, die Damen sprang vom Kreuz in ihre Turnschuhe, die vor diesem standen...
Ich persönlich hätte ja wenigstens den Vorhang wieder vorgezogen... nunja...
Auch der Band war der Abgang scheinbar egal, denn der letzte Ton verklang noch nicht wirklich und sie nahmen ihre Instrumente und gingen einfach... Kein Wort mehr zum Publikum...
Es war eine öffentliche Probe, mehr nicht.

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Einmal Senf zu “Missi unterwegs...” »»

  1. Getippselt von Lasse am 26.03.05 um 20:28

    Hmmm ich glaube, das Karl Bartos-Konzert vor einigen Tagen war da mehr mein Ding :)
    Für alle, die den Namen nicht kennen:
    Ex-Mitglied von Kraftwerk. Hat hier im "kleinen Haus" gespielt, also das Schwester-Haus vom Staats-Theater.
    Er war sogar richtig "menschlich", hat das Publikum freundlich begrüßt und so. Ich stand höchstens 10 Meter von ihm weg, Security und son Kram gibt es dort glücklicherweise nicht. Dort glaubt man noch an das gute im Menschen! Das Publikum war sehr gemischt. Einige Veranstalter waren dort, einige Musiker (Silvio von SETS Industry z. B., mit dem ich noch kurz gequatscht hab nach dem Konzert), mehrere "Elektro-Freaks", einige sahen nach Künstlern aus, ganz normale Leute, ... war schon ne lustig bunte Mischung :)

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