#Linuxtag 2010 Tag 2
Doof wie ich war, checke ich heute morgen meine Mails, bevor ich mich auf den Weg mache: "Du kannst da heute nicht hinfahren, wir brauchen dich auf Arbeit." *gnaa* Und heute is doch die Minidebconf!
In Rekordzeiten reiße ich mehr Tickets zwischen zwei Kaffee runter, als man neue erstellen kann und um die Mittagszeit darf ich mich dann auf den Weg machen. ("Du hast ja da auch Internet!")
Fehlplanung des heutigen Tages:
Mit dem Fahrrad. Zur Erinnerung: Mittagszeit. 30 Grad. Und das es die halbe Strecke bergauf geht, habe ich auch ganz verdrängt gehabt.
Beim "Debian-Paket-Bau -- Eine kleine Einführung" ist es angenehm kühl, man hat funktionierendes Wlan und ich lerne, das man in Präsentationen das "Punkt2: Doku lesen" auch mit "cat INSTALL >/dev/null" abkürzen kann.
Im Gegensatz zu gestern fühlte ich mich bei den Debianern heute auch nicht wie ein Alien. Nach dem wirklich gutem und unterhaltsamen Vortrag setzte ich zu einem meiner "Ick schlurf mal ne Runde guggen" an, komme bei Suse vorbei und werde gefragt, ob ich mir Gnome 3 anschauen mag, falle in einen grünen Sitzsack und beschließe, da nun sitzenzubleiben, egal, was man mir nun erzählt. Neben mir hatte man genau den selben Plan. :o)
Ganz ohne Hut, aber mit der Freude eines Entwicklers, der sein Baby präsentiert, zeigt man nun also Gnome3 und überzeugt mich innerhalb von 5 Minuten, das ick dat haben muss. In Anbetracht dessen, das ich hier allerdings auf dem Susestand sitze, widerstehe ich dem Drang, mein Sid zu booten, um zu guggen, ob es da schon irgendwo rumliegt. ![]()
Stattdessen bin ich dann mit einer Suse-Live- DVD abgezogen, da liegts wohl auch drauf zum testen.
Gestrandet bin ich dann schlussendlich wieder am Foebud- Stand, bemerkenswerterweise trifft man da auch die interessantesten Besucher, wenn man lange genug dort stehen bleibt. Ich ärgere mich gerade ein wenig, das ich die Clownfrau Clowndine Clownin Frau mit Ringelsocken, Clownsnase und Schmetterlinge im Haar nicht fotografierte, mit der man sich regen Tauschgeschäften hingab, auf dass schlussendlich eine Luftballonblume gegen eine Zigarettenpapierballerina über den Tisch wanderte. Was meine Theorie in Richtung "Wenn man lange genug hinguggt, wird es irgendwann spannend." bestätigt.
Ich glaube allerdings, das ich mir da heute etwas eingefangen habe:
Christoph