Schlaumäuse

schlaumaeuse
Foto: Chris Fries

Wenn die Eltern versagen, muss die Technik ran...

Die Initiative "Schlaumäuse � Kinder entdecken Sprache" fördert die Sprachkompetenz von Vorschulkindern mit Hilfe moderner Medientechnologie.

...heisst es in der Microsoft'schen Pressemitteilung...
Ich habe ja grundsätzlich nicht gegen Kinder am Computer. Allerdings sehe ich die Verantwortung der Förderung von Sprachkompetenzen bei den Eltern, nicht in der Technik.

Erfahrene Medienpädagogen schulen die Erzieher in einem zweitägigen Workshop.

Weiterhin heisst es:

Wie oft dürfen die Kinder am Computer spielen?
Im Rahmen von "Schlaumäuse - Kinder entdecken Sprache" wird darauf geachtet, dass das Kind über dem Spiel am Computer andere Dinge nicht vernachlässigt. Das Programm schreibt keine bestimmte Dauer vor. Die Erzieher entscheiden selbst über die Dauer und Häufigkeit der Computersitzungen. Sie kennen die Kinder und wissen, was für sie angemessen ist.

Ist immer jemand dabei?
Die Erzieher führen die Kinder in einem ersten Schritt an den Computer heran. Die Ausstattung und die Software sind aber so angelegt, dass das Kind später auch allein damit umgehen kann. Trotzdem ist es sinnvoll, dass ein Erwachsener als ständiger Ansprechpartner zur Seite steht. Die Kinder sollten die Möglichkeit haben, über das, was sie erleben, zu sprechen.

Das Ganze jetzt mal in die Praxis portiert: Ohnehin schon völlig überforderte Erzieherinnen und Erzieher in sozialen Brennpunkten bekommen einen zweitätigen Crashkurz in Sachen Computer. Feste Zeiten sind nicht gesetzt, ebenso ist es nicht notwendig, das ein/e Erzieher/in ständig dabei ist....

Wie gesagt, ich finde die Idee an sich nicht verkehrt...allerdings sollte man bei den Eltern anfangen..
Ich selbst wohne in einem dieser "Brennpunkte", habe auch viel mit den Kindern zu tun.
Oft beherschen die Kinder die deutsche Sprache, zumindest sind gute Ansätze vorhanden.
Das Problem ist: Zu Hause wird kein Deutsch gesprochen, weder von den Eltern, noch von den grossen Geschwistern, Tante, Onkel, Oma, Opa,...
Meist nicht, weil sie nicht können...nein, sie wollen nicht!
Ich kann mich an eine Situation erinnern, in der ich nach einem Umzug geraten bin:
Ich kam in eine Schulklasse, in der über die Hälfte der Mitschüler kein Wort verstanden, von dem, was ich sagte...Sie konnte kaum ein Wort deutsch. Für mich unverständlich...
Auch wenn es jetzt hart klingt: Diese Kinder dürften nicht eingeschult werden.
Vielleicht würde dieser Druck die Eltern zum Umdenken bringen.

Wenn wir nicht bei den Eltern anfangen, ist es bei den Kindern (klingt hart) verschenkte Zeit.

Kinder sind auch ohne Technik schlaue Mäuse...;)

Kinder entdecken Sprache - �?ber die Bildungsinitiative

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