Ick bin doch keen Vogel
Der Fahrkartenautomat ist scheinbar der Meinung, ich wäre noch immer nicht lange genug in Wien und sabotiert den perfekt errechneten Fahrplan, in dem er sich strikt weigert, mir eine Fahrkarte zu verkaufen... Was mich meinen Zug kostete. Nun beschloss ich, die gewonnene Zeit kreativ zu nutzen und den nächsten Automaten, nämlich einen dieser QuickCheckINs meiner Fluglinie zu penetrieren (...moment, nu jibbet frühstück hier an boad...), der mich zwar einchecken ließ, allerdings kurz vor dem ausdrucken meiner Boardkarte heldenhaft verstarb. *gnaaaaaaaa* (Das machen die Dinger immer mit mir, ich weiß nicht, wo ich meinen Optimismus her nehme, das immer wieder zu versuchen.)
(*Frühstückstüte inspizier* .. Sandwich, Marsriegel und... man glaubt es kaum: O- Saft. Ich komme ja schließlich gerade aus Wien, was wundert mich das?...)
Irgendwie hab ichs nu doch noch geschafft, am Flughafen anzukommen, man benutzte die Ellenbogen, um "$lahmarschiges Fußvolk" auf den Gängen wegzudrängen, bekommt am CheckIN ein freundliches "Sie sind schon eingecheckt..." (Ach, nee...) zu hören, bekam trotzdem eine Boardkarte, machte sich auf zum Gate B34, vorbei an der Terroristenkontrolle "In Wien brauchst du die Schuhe nicht ausziehen, das ist ein weltoffendes, friedliches Volk, das ist nicht wie in Deutschland", wurde dort höflichst gebeten, Schuhe und Gürtel auszuziehen, fand einen geplätteten Snickersriegel in meiner Hosentasche, und mümmelte diesen, während ich auf Socken und mit rutschender Hose auf der anderen Seite auf mein Zeug wartete.
Man brachte mir freundlichst einen Stuhl zum Schuhanziehen, ein Blick auf die Uhr allerdings ließ mich mit offenen Schuhen, rutschender Hose und Laptop unter dem Arm losstürmen. Im übrigen genauso, wie ich seinerzeit hier in Wien ankam, beim Hinflug wars ähnlich chaotisch. Stürmenderweise komme ich also am Gate B34 an und lese: Venedig. *Häh?* *Blick auf die Boardkarte: Gate B:34...* Nervös blicke ich umher und da passiert es: Man ruft mich über die Lautsprecher aus, wo ich denn bleiben würde. Ich folge den Stimmen, finde mich ein paar Eingänge weiter vor dem nun scheinbar richtigen Gate wieder, springe in den Bus und bete inständig, das ich den richtigen erwischt habe und nicht irgendwo in Timbuktu lande.
Das Wetter in Berlin wäre nicht ganz so fein, meint der Captain, ganz als wolle er sich für die zahlreichen Luftlöcher entschuldigen, die mich da weit oben zwischen den Wolken als potentielles Schäubleziel hüpfen lassen. Ich solle den Laptop ausmachen, man gedenkt zu landen, sagt man mir.
*zuuuup*
kobalt