Tausche Zeit gegen Privatsphäre

Das man nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernt, hat mit Sicherheit schon jeder mal gehört.
Und weil das so ist, bringen wir den Kindern eben auch schon in der Schule bei, dass es völlig normal ist, für Kleinkram, wie zum Beispiel die Bezahlung des Schulessens, biometrische Daten rauszurücken. So in Rom, da "zahlt" man dann neuerdings ab der Grundschule mit dem Fingerabdruck.

"We wanted our students to have more time to eat," she said. "It’s going to get our students more quickly through the line."

Find nur ich das ganze völlig neben der Spur?

( .oO Man, ick muss ja im völligen Mittelalter gelebt haben... damals ... als mir meine Mutter noch wöchentlich die Aluchips aka Kleingeld in die Hand gedrückt hat....)

(via)

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Da wurde 2 x wat jesacht zu “Tausche Zeit gegen Privatsphäre” »»

  1. Getippselt von Kamuflaro am 27.09.06 um 12:01

    Missi du lebst echt noch in der Kreidezeit oder?
    Da nimmt man sich einfach einen falschen Fingerabdruck, wie der Laie sagen würde und legt sich für diesen einen Account an...
    Oder tötet einen seiner Mitschüler und nimmt seinen Finger, naja man muss ihn nicht mal töten, einfach nur den Finger nehmen und an die eigene Hand nähen vielleicht...
    Wer denkt das sei krank, nunja große Neurungen erfordern große Lösungen. :D

  2. Getippselt von Kai Raven am 27.09.06 um 16:41

    Das ist auch ein Trend, der besonders in den EU-Staaten und den USA (wo sich ja auch die ganze Biometrieindustrie konzentriert) zu beobachten ist: Die Erfassung aller biometrischen Merkmale der Kinder, sei es als "Child Protection" (wobei das natürlich Kindesmissbrauch und Kipo-Handel nicht verhindert) und zur Strafverfolgung - in UK ganz klar zukünftiger, potentieller Jugendstraftäter, in den USA mehr mit dem Argument der Aufklärung von Kindesentführungen und der Überführung von Pädophilen. Zu diesem Zweck verteilt z. B. das FBI seit Jahren "Child Protection Kits", die eine Karte für die Abnahme der Fingerabdrücke, einen Wattestab für die DNA und eine ID-Karte mit Foto enthält - kommt einem doch irgendwie bekannt vor, oder? Imo sind mittlerweile 11-14 Millionen Kits an Eltern verteilt worden. Andernorts sind es eben Cafeterias oder ganz beliebt: Die Schulbibliotheken. Nicht nur, dass man so schon frühzeitig an die Daten kommt, bevor die lieben Kleinen zu Datenschutz-Querulanten werden, man erreicht einen hohen Grad der Konditionierung und Gewöhnung an biometrische Kontrolltechniken. Das Gleiche spielt sich bezüglich RFID ab (Aktiver RFID Tag im Schulausweis) und bei der Videoüberwachung (CCTV in der und um die Schule herum zur "Erkennung von Pädophilen" und zur "Abschreckung" gegen Schülervandalismus). Merkwürdigerweise spielt trotz Beslan - außer in Russland - das Terroristenargument bei der Schulüberwachung keine Rolle ;)

Ick will mal wat sagen... »»

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