Menschenhändler suchen nach Waisenkindern

Sorry für den Ausdruck, aber so pervers können nur Menschen sein...Ich schau grad N24 und höre, das Leichen entwendet werden, um sie für 50 Euro an ihre Angehörigen zurückzuverkaufen. Für 50 (in Worten: fünzig) Euro.
Ich höre, das Kinder nach der Katastrophe aus dem Krankenhaus verschleppt und an Kinderschänderringe verkauft werden.
Ich höre, das Mütter, die alles verloren haben, nun auch noch vergewaltigt werden....
Und ich sehe die ersten Urlauber am Strand sitzen, fette alte Säcke, die, im Liegestuhl sitzend, ihren weissen Bauch in die Sonne strecken, währenddessen neben ihnen ein Bagger die Leichen zusammenschiebt...
Sorry...ich muss kotzen gehen...

Katastrophengebiete: Menschenhändler suchen nach Waisenkindern - Panorama - SPIEGEL ONLINE

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Da wurde 5 x wat jesacht zu “Menschenhändler suchen nach Waisenkindern” »»

  1. Getippselt von Anonymous am 13.01.05 um 21:10

    Nur weil Menschen glauben den Schrecken sehen und hören zu können, ist das noch lange kein Beweis dafür, das dieser auch wirklich existiert.

  2. Getippselt von Crowcifix am 13.01.05 um 21:10

    Wenn man Leichen am Strand sieht und Leute in Liegestühlen daneben, wenn man Leute schreiend ertrinken hört, glaub ich scho dass ein Schrecken existiert...in dieser Situation zumindest.
    Allerdings könnten wir als Außenstehende in Dtl. wohl nicht ganz den Schrecken "erleben", aber man könnte sich ihn vorstellen (genau wie das ganze Leben nur eine abgefuckte Illusion eines kranken Systems ist, kann man sich alles vorstellen). Und wenn man bei Vorstellungen mitfühlt, dann kann man sich auch den Schrecken vorstellen. Und wenn N24 noch solche Nachrichten rausbringt (und der Sender ist, finde ich, seriös), dann kann man als Mitfühler auch einen gewissen Schrecken empfinden, vielleicht auch nur seine eigene Angst, einem selbst passiere so etwas, aber man empfindet ihn immerhin...(es gibt Ausnahmen...)

  3. Getippselt von Anonymous am 13.01.05 um 21:11

    "Wenn man Leichen am Strand sieht und Leute in Liegestühlen daneben, wenn man Leute schreiend ertrinken hört, glaub ich scho dass ein Schrecken existiert."

    Glauben ist nicht Wissen.

    Es gibt ein Genre im Unterhaltungsbereich der nennt sich "Suspense". Alfred Hitchckock hat das etwa so beschrieben: "Man nehme einem Mann der an einem Tisch sitzt und mit irgendwas beschäftigt ist. In der nächsten Einstellung sieht der Zuschauer das sich eine Bombe mit Zeituhr, die erbarmunglos abläuft, unter dem Tisch befindet. Der Mann am Tisch ist ahnungslos, aber das Publikum fiebert mit, obwohl es sich nur um eine Illusion handelt."
    So funktioniert Unterhaltung - im sichern Sessel zu sitzen, am besten noch die Fernbedienung in der Hand, herumzappend, sich mitfühlend dem Schrecken in dieser Welt hinzugeben.
    Dann könnte man die Fragen stellen:"Wieviel Mitgefühl kannst du ertragen? Ist dein Mitgefühl begrenzt? Wenn ja? Wie verteilst du es? Wenn nein? Wie kannst du eine Schrecken bewerten und eine andere vergessen oder über"sehen"? Was ist schrecklicher? Tausend Menschen die täglich verhungern? (Das macht in einem Jahr 365 000; und zwar jedes Jahr. Einfach so. Nix zum essen. Tod.) oder 100 000 Menschen die sich in einem Bruchteil auflösen? Und wo ist der Unterschied ob ich vor Ort am Strand sitze und mir das Geschehen anschaue, oder mir die Bilder per Television übermitteln zu lassen?"

  4. Getippselt von Crowcifix am 13.01.05 um 21:11

    Ok, kann man nichts gegen sagen, allerdings bestätigst du damit nur, dass es noch andere "Schrecken" gibt...Es ist kein Wettkampf, was schrecklicher ist oder nicht, das ist ganz egal...trotzdem ist das mit den Hungertoten (mir durchaus bewusst) schrecklich...die gibt es wie du sagtest jedes Jahr, aber auf einmal sterben 180000 Menschen, was genauso schrecklich ist und dies ist keine fiktive Geschichte oder sonstwas, sondern real...bloß weit weg, da macht es kein Unterschied, ob du zu Hause bist oder am Ort des Geschehens, der Schrecken existiert nun mal. Und das Mitgefühl ist hier nur begrenzt erlebbar, da uns das nicht allzu doll tangiert, im Gegensatz zu dort Lebenden/Angehörigen etc.

  5. Getippselt von missi am 13.01.05 um 21:12

    So hart es jetzt klingen mag: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier...er "gewöhnt" sich an die Schreckensmeldungen...gewöhnt sich daran, das tausende Kinder jährlich an Hunger sterben.
    Nur eine Katastrophe in diesem Ausmass (siehe auch 9/11) kann ihn in der heutigen Zeit noch schockieren...dringt noch durch die tägliche Nachrichtenüberflutung.
    Ganz einfach deshalb, weil es vorstellbar ist.
    Es ist vorstellbar für jeden von uns, das am nächsten Tag sämtliche Angehörigen, Freunde, Bekannte auf einen Schlag verschwunden sind. Du gehst aus dem Haus aus und niemand ist mehr da...Oder du gehst in die Schule und deine komplette Parallelklasse ist verschwunden...
    Vorstellbar und unfassbar, was die Menschen so sprachlos in diesem Moment macht.
    Die Situation ist greifbar und der Mensch begreift, da er angreifbar ist.
    Schwer vorzustellen ist im Gegensatz dazu (in unserer westlichen Welt), dass das eigene Kind, der Nachbar, der Kollege verhungert.
    Der Mensch entwickelt echtes Mitgefühl, wenn er sich in die Sache real hineinversetzen kann.
    Aus diesem Grunde funktioniert auch ein Slapstick mit einer Bombe unter dem Tisch...der Mensch kann diese Situation nicht in sein reales Leben projezieren...versteht den Witz.
    Dagegen würde ein Gag, in dem ein Mann versucht ein Kind ins Auto zu zerren, wohl kaum den gewünschten Lacher bringen. Für jeden der Kinder hat/um sich hat => eine greifbare Bedrohung.

    Zurück zum aktuellen Thema: So makaber es klingt: Wir haben es erst kürzlich bei 9/11 gesehen -> Warten wir 2 Wochen ab, das Thema fällt wieder unter den Tisch. Der Mensch ist von den Medien so überflutet, von den Bildern so überreizt...Er wird es in seinen normalen Alltag aufnehmen, die Meldungen als Randnotiz in den Nachrichten aufnehmen...er hat sich daran gewöhnt.

Ick will mal wat sagen... »»

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